Pellets und Hackschnitzel gut für Hotelmarketing und Energiewende

  • Hirsch und Holzenergie gehören in Schwarzwälder Hotels dazu!
    Die Hoteliers Martin Dünnebacke und Klaus-Günther Wiesler, Schornsteinfeger Bruno Winterhalder, Dr. Patrick Rapp MdL, Bürgermeister Armin Hinterseh (Titisee-Neustadt), DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele, Schornsteinfeger-Obermeister Werner Rottler (v.l.)
    Quelle: depv.de

DEPV mit MdL Patrick Rapp im Schwarzwald auf Besichtigungstour 

Berlin/Schwarzwald , 22.08.2018Wie sehr Landschaft, Tourismus und Gastronomie mit dem Thema Holzenergie verwoben sein können, wurde bei einer Besichtigungsreise deutlich, die Dr. Patrick Rapp MdL, Sprecher für Ländlichen Raum, Forstpolitik und Tourismus auf Einladung des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands e.V. (DEPV) im August zu verschiedenen Hotelbetrieben im Hochschwarzwald führte. Vom Ufer des Titisees ging es dabei unweit des höchsten Punktes am Feldberg hoch hinaus. Holzenergie ist im Südwesten ein breit verankertes Element im regional-nachhaltigen Vermarktungskonzept vieler Hotels. Als Brennstoff kommen sowohl Hackschnitzel als auch Holzpellets zum Einsatz. 

Eines war für den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Patrick Rapp schon vor der Besichtigungstour klar: „Wir haben genügend heimische Resthölzer, um auch steigende Anforderungen der Holzenergie auf nachhaltige Weise zufriedenzustellen.“ Diese Tatsache werde bei der öffentlichen Diskussion des Themas leider oftmals verzerrt dargestellt. Als promovierter Diplom-Forstwirt mit Berufserfahrung in einem Sägewerk mit Pelletproduktion ist Rapp ein Fachmann für Holzenergie. 

Ausgezeichnetes Umweltkonzept

Klaus-Günther Wiesler, Chef des gleichnamigen Seehotels am Titisee, setzt das Thema Umwelt und Regionalität dabei bewusst auch im Marketing ein. Nicht nur seine Gäste honorieren dies. So darf Wiesler sich Sieger des europäischen Umweltpreises EMAS-Award 2015 nennen – die aktuellste umweltbezogene Auszeichnung seines Hauses. Die seit 2003 genutzte Hackschnitzelheizung ist dabei ein Mosaikstein im Konzept. Für Wiesler, selbst Waldbesitzer, führt an der Holzenergie kein Weg vorbei: „Es war ein erhebender Moment, als der riesige Öltank damals ausgebaut wurde!“ Eine Entscheidung, die er nie bereut hat. Seine 180 kW leistende Hackschnitzelheizung verbraucht jährlich knapp 1.000 m3 Material – Tendenz rückläufig, trotz deutlicher Vergrößerung der Hotelfläche. Auch Dämmmaßnahmen gehören für Wiesler zum modernen Klimaschutz. Dennoch weiß der Hotelier, dass, wer auf Hackschnitzel setzt, „ein gewisses Maß an Liebe und Betreuung“ mitbringen muss.  

Komfortable Luxusappartements mit Pelletwärme

Diesen Aufwand wollte Hotelier René Gessler nicht. Seine neuen Luxus-Ferienapparte-ments in Feldberg-Altglashütten erwärmt seit einem halben Jahr eine moderne Pelletheizung. „Wir wollten unbedingt einen regionalen Energieträger, aber mit einem Maximum an Komfort“, sagt Gessler. Heizungsbauer Andreas Matt von der Firma Fehrenbach Haustechnik aus Hinterzarten bestätigt ihn darin. Die Anlage bringe das, was sie theoretisch verspreche. Das Brennwertprinzip funktioniere einwandfrei – das heißt weniger Emissionen bei höherer Effizienz. Für eine Leistung von zweimal 64 kW geht Matt von einem jährlichen Pelletverbrauch von gerade einmal 30 Tonnen aus.  Solche Innovationen müssten durch gezielte öffentliche Förderung gelenkt werden, meint auch Werner Rottler, Schornsteinfeger-Obermeister für den Regierungsbezirk Freiburg. Bei Brennwert habe dies funktioniert, für die Kraft-Wärme-Kopplung müsse der Staat bei der Holzenergie noch liefern. 

Landschaftspflege und Holzenergie Hand in Hand

Wie sehr das Thema Holzenergie mit Landschaftsfreihaltung und regionaler Lebensmittelvermarktung einhergeht, wurde am letzten Punkt der Tour deutlich. Martin Dünnebacke vom Hotel Schlehdorn erläuterte diese Zusammenhänge eindrücklich. „Nur mit einem zuverlässigen Anbieter, der durchgängig trockene Ware im Sortiment hat, und auch mal kurzfristig an Heiligabend liefert, kann eine Hackschnitzelheizung im Hotelbetrieb funktionieren!“ Mit Landwirt Markus Kaiser vom Goldbachhof in Bernau hat Dünnebacke genau so einen Lieferanten gefunden. Das Geschäft mit dem aus der Abwärme einer Biogasanlage getrockneten Hackgut macht in seinem 300-Hektar-Betrieb mittlerweile einen Großteil des Umsatzes aus.

Vorbilder für Wärmewende

Die tiefgehende Überzeugung der Hoteliers für Klimaschutz und für heimisches Holz beeindruckten den Landtagsabgeordneten Dr. Patrick Rapp. DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele wünscht sich, dass diese Beispiele viele Nachahmer finden, denn die Energiewende am Heizungsmarkt stocke doch sehr. Dabei biete die moderne Holzenergie heute ein ausgereiftes Konzept: Hackschnitzel und Pellets als hochwertige Energieträger zusammen mit innovativer heimischer Heizungstechnik. Abgeordneter Rapp ist sich abschließend mit den Hoteliers einig: Das Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft, Landschaftsoffenhaltung und Energiegewinnung ist auch eine wichtige Voraussetzung für ein wettbewerbsfähiges Hotel- und Gaststättengewerbe. Die Kooperation zwischen diesen Bereichen müsse daher auch noch stärker im Fokus der Landespolitik stehen. 

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